Tägliches Evangelium

25. March 2017 : Hochfest Verkündigung des Herrn
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Zweites Buch Samuel 7,4-5a.12-14a.16.

In jenen Tagen erging das Wort des Herrn an Natan:
Geh zu meinem Knecht David, und sag zu ihm: So spricht der Herr:
Wenn deine Tage erfüllt sind und du dich zu deinen Vätern legst, werde ich deinen leiblichen Sohn als deinen Nachfolger einsetzen und seinem Königtum Bestand verleihen.
Er wird für meinen Namen ein Haus bauen, und ich werde seinem Königsthron ewigen Bestand verleihen.
Ich will für ihn Vater sein, und er wird für mich Sohn sein.
Dein Haus und dein Königtum sollen durch mich auf ewig bestehen bleiben; dein Thron soll auf ewig Bestand haben.

Psalm 89(88),2-3.4-5.27.29.

Von den Taten deiner Huld, Herr, will ich ewig singen,
bis zum fernsten Geschlecht laut deine Treue verkünden.
Denn ich bekenne: Deine Huld besteht für immer und ewig;
deine Treue steht fest im Himmel.

«Ich habe einen Bund geschlossen mit meinem Erwählten
und David, meinem Knecht, geschworen:
Deinem Haus gebe ich auf ewig Bestand,
und von Geschlecht zu Geschlecht richte ich deinen Thron auf.»

Er wird zu mir rufen: Mein Vater bist du,
mein Gott, der Fels meines Heiles.
Auf ewig werde ich ihm meine Huld bewahren,
mein Bund mit ihm bleibt allzeit bestehen.



Brief des Apostels Paulus an die Römer 4,13.16-18.22.

Brüder! Abraham und seine Nachkommen erhielten nicht aufgrund des Gesetzes die Verheißung, Erben der Welt zu sein, sondern aufgrund der Glaubensgerechtigkeit.
Deshalb gilt: «aus Glauben», damit auch gilt: «aus Gnade». Nur so bleibt die Verheißung für alle Nachkommen gültig, nicht nur für die, welche das Gesetz haben, sondern auch für die, welche wie Abraham den Glauben haben.
Nach dem Schriftwort: Ich habe dich zum Vater vieler Völker bestimmt, ist er unser aller Vater vor Gott, dem er geglaubt hat, dem Gott, der die Toten lebendig macht und das, was nicht ist, ins Dasein ruft.
Gegen alle Hoffnung hat er voll Hoffnung geglaubt, dass er der Vater vieler Völker werde, nach dem Wort: So zahlreich werden deine Nachkommen sein.
Darum wurde der Glaube ihm als Gerechtigkeit angerechnet.

Evangelium nach Matthäus 1,16.18-21.24a.

Jakob war der Vater von Josef, dem Mann Marias; von ihr wurde Jesus geboren, der der Christus (der Messias) genannt wird.
Mit der Geburt Jesu Christi war es so: Maria, seine Mutter, war mit Josef verlobt; noch bevor sie zusammengekommen waren, zeigte sich, dass sie ein Kind erwartete - durch das Wirken des Heiligen Geistes.
Josef, ihr Mann, der gerecht war und sie nicht bloßstellen wollte, beschloss, sich in aller Stille von ihr zu trennen.
Während er noch darüber nachdachte, erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sagte: Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen; denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist.
Sie wird einen Sohn gebären; ihm sollst du den Namen Jesus geben; denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen.
Als Josef erwachte, tat er, was der Engel des Herrn ihm befohlen hatte.

Wohnung Gottes
Hl. Klara von Assisi (1193 o. 1194-1253), Ordensgründerin

3. Brief an Agnes von Prag, 18−26 (entnommen: Klara-Quellen 2013)

Seiner so liebenswerten Mutter hange fest an, die einen solchen Sohn geboren hat: Den die Himmel nicht zu fassen vermochten, den hielt sie im verschlossenen Kämmerlein ihres Leibes umfangen und trug ihn im jungfräulichen Schoß.

Wer würde nicht zurückschrecken vor den Nachstellungen des Feindes des Menschengeschlechtes, der mit Hilfe vergänglichen Prunkes und trügerischen Glanzes dasjenige ins Nichts stürzen lassen will, das größer als der Himmel ist? Denn siehe, es ist ja offenkundig, dass die Seele des gläubigen Menschen, der aufgrund der Gnade Gottes die höchste Würde unter allem Geschaffenen zukommt, größer als der Himmel ist. Denn die Himmel mitsamt den übrigen Geschöpfen vermögen ihren Schöpfer nicht zu fassen, allein die gläubige Seele ist seine Bleibe und sein (Thron-)Sitz, und dies ist sie allein durch die Liebe, die den Gottlosen abgeht. Denn so spricht die Wahrheit selbst: „Wer mich liebt, wird von meinem Vater geliebt werden, und ich werde ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm nehmen“ (Joh 14,21.23).

Wie ihn also die glorreiche Jungfrau der Jungfrauen leiblich getragen hat, so kannst auch Du, indem Du ihren Spuren, besonders ihrer Demut und Armut folgst, ihn immerfort geistlich in Deinem keuschen und jungfräulichen Schoß tragen; daran gibt es keinen Zweifel. Du kannst den in Dir halten, von dem Du und alles gehalten wird; Du kannst das schon besitzen, was Du, verglichen mit den übrigen Besitzungen dieser Welt, die vergehen, mit weit größerer Sicherheit besitzen wirst.